NACH OBEN

Informationen für Lehrende

Ziel des Zertifikats

Mit dem Zertifikat Digital Humanities erhalten Studierende der Geisteswissenschaften an RUB, UDE und TU-Dortmund einen Nachweis darüber, dass sie praxisnahe Kompetenzen aus dem Bereich der Digital Humanities in ihrem Studium erworben haben.
Neben grundlegenden Fähigkeiten aus dem Bereich der Data Literacy liegt der Schwerpunkt des Zertifikats im Vertiefungsbereich auf dem praktischen Umgang mit digitalen Methoden und deren Anwendungsmöglichkeiten. In einem Kolloquium lernen Studierende zudem ihr Vorgehen und ihre Ergebnisse einem interdisziplinären Publikum nachvollziehbar zu vermitteln.


Ihre Unterstützung des Zertifikats

Wenn Sie das Zertifikat DH als Lehrende*r unterstützen möchten, gibt es verschiedene Wege.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Oliver Deck/Stephanie Heimgartner dh-ruhr@rub.de.

Werbung für das Zertifikat

Das Zertifikat ist im Wintersemester 2025/26 gestartet und viele Studierende kennen die Möglichkeiten noch nicht. 

Hier finden Sie eine kurze PDF, die Sie z.B. in einführenden Vorlesungen verwenden oder an ihre Studierenden weiterleiten können.

Veranstaltung für den Optionalbereich öffnen

Über den Optionalbereich können auch fachfremde Studierende an Ihren Veranstaltungen teilnehmen. Dies bietet sich besonders bei Veranstaltungen an, in denen der Umgang mit digitalen Methoden und Werkzeugen, wie z.B. Python, R, TEI/XML, GIS etc., vermittelt wird, welche für Studierende aus verschiedensten geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereichen relevant sind.

Vorgehen: Melden Sie sich bei uns (Oliver Deck/Stephanie Heimgartner, dh-ruhr@rub.de) per Mail und wir schicken Ihnen eine Meldemaske zum Ausfüllen zu, die wir dann gebündelt an den Optionalbereich weitergeben. Für das Sommersemester ist die Deadline der 10.06. und im Wintersemester der 10.12. Wählen Sie am besten einen Veranstaltungstitel, der den Bezug zu DH deutlich macht und formulieren Sie eine Veranstaltungsbeschreibung bei denen der DH-Bezug bzw. die Lernziele auch für fachfremde Studierende verständlich dargestellt werden.

Formale Bedingungen:

  • Für den Optionalbereich muss die Veranstaltung mit einer Prüfungsleistung (benotet) abschließen und einen Umfang von ungefähr 4 CP haben. Die CP für fachfremde Studierenden können sich durch eine Anpassung der Prüfungsleistung von den CP im Fach unterscheiden.
  • Plätze für fachfremde Studierende bei geöffneten Veranstaltungen: üblicherweise 5
  • Die Veranstaltung kann im Optionalbereichsmodul „DH-Methoden“ oder „DH-Anwendung“, oder in beiden eingepflegt werden. Die vom Optionalbereich benötigten zweiten Modulteile sind bereits vorgegeben.
    • DH-Methoden, wenn der Fokus auf Vermittlung von Methoden liegt und die Prüfungsform z.B. eine Klausur, Programmieraufgabe, Arbeitsblätter o.ä. ist (Beispiel: Programmierkurs, Statistikkurs, etc.). Der zweite Teil des Optionalbereichmoduls besteht aus zwei Moodle-Selbstlernkursen: Einem PC-Basiskurs und einem Überblickskurs über häufig genutzte Methoden und Werkzeuge der Digital Humanities.
    • DH-Anwendung, wenn eine Prüfungsleistung mit eigenständiger Bearbeitung einer fachspezifischen Fragestellung wie eine Seminararbeit, Posterpräsentation, o.ä. abgelegt wird (Beispiel: Proseminare, Hauptseminare, Übungen mit Fachbezug).

Studierende können sich die Veranstaltung auch ohne Öffnung über den Optionalbereich für das Zertifikat anrechnen lassen. Klären Sie gerne mit uns (Oliver Deck/Stephanie Heimgartner, dh-ruhr@rub.de) ab, ob das auf ihre Veranstaltung zutrifft und machen Sie Studierende in Ihrer Veranstaltung auf die Anrechnungsmöglichkeiten im Rahmen des DH-Zertifikats aufmerksam.

Moodle-Kurse zum Weiternutzen

Im Rahmen des Projekts wurden an der RUB verschiedene OER-Materialien als Moodle-Selbstlernkurse erstellt: „Computer Basics“, „DH Flavors“ (mit Beispielprojekten) und „DH Toolbox“.

Die Kurse stehen Studierenden und Lehrenden frei zur Wiederverwendung zur Verfügung.

Dieser Kurs richtet sich an Bachelor-Studierende, die in den letzten Jahren vielfach nur Smartphone und Tablet als Zugang zu digitalen Medien nutzen. Um Studierende zu befähigen, insbesondere DH-Inhalte und -Tools an einem Windows- oder Apple-PC zu nutzen, war die Notwendigkeit gegeben, zunächst alle auf einen gemeinsamen Stand zu bringen. Zu diesem Zweck enthält der Kurs die folgenden Module:

  • Was ist ein Computer?
  • Hardware
  • Software
  • Grundlegende Bedienung
  • Dateiformate
  • Internet- und Online-Grundlagen

Studierende können nach dem Kurs sicherer im Alltag und in der Universität mit dem Computer als Werkzeug umgehen und sind befähigt, DH-Methoden und -Tools zu nutzen und mit digitalen Daten umzugehen. Zur Evaluierung der Teilnehmenden enthält jedes Modul ein kurzes Assessment in Form von z.B. Bilderzuweisung, Multiple-Choice oder einer praktischen Aufgabe am eigenen PC.

Link zum Kurs Computer Basics.

Für den Data-Literacy-Grundkurs der Ruhr-Universität wurde ein Übersichtsmodul über verschiedene Bereiche der Digital Humanities erstellt. Aus Studierendensicht soll damit die Frage beantwortet werden „Was bedeutet DH für mich / mein (oder ein verwandtes) Studienfach?“.

Der Kurs enthält Kurzeinführungen, Teaservideos, Beispielpräsentationen und weiterführende Links für die Fachbereiche Archäologie, Erziehungswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte, Linguistik, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Religionswissenschaft, Sozialwissenschaft, Theaterwissenschaft, Theologie, sowie allgemeine Informationen und Berufsperspektiven. Studierende erhalten durch den Selbstlernkurs ein genaueres Bild davon, was Digital Humanities für sie persönlich, in ihrem Studium oder Fachbereich bedeutet. DH Flavors ist so angelegt, dass es auch als Stand-Alone-Modul genutzt oder in andere Kurse integriert werden kann.

Link zum Kurs DH Flavors.

Der dritte Selbstlernkurs bietet einen Einblick in die Bereiche:

  • Digitalisieren
  • Sammeln und Konvertieren
  • Aufbereiten und Annotieren
  • Analysieren
  • Visualisieren
  • Veröffentlichen und Archivieren

Außerdem wird die Nutzung von KI-Tools in den Digital Humanities behandelt. Der Kurs bietet Einblicke in die enorme Bandbreite, in Fragestellungen und Methoden und Werkzeuge in den DH. Studierende erhalten ein grobes Verständnis von zahlreichen Tools, die ihnen in methodischen Seminaren oder Übungen im Fachstudium begegnen können. Jedes Modul in diesem Kurs enthält eine kleine Aufgabe zur Überprüfung der gelernten Inhalte.

Link zum Kurs DH Toolbox.