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Denkräume und Präsenzeffekte. Ein digital erweitertes Lehr-Lern-Projekt zum Surrealismus

Leiter:innen: Bettina Full & Anna Enders

Im Projekt möchten wir digital erweiterte Möglichkeiten des literaturwissenschaftlichen Arbeitens erproben. Digitale Werkzeuge sollen als Erkenntnismethoden und Präsentationsformen genutzt werden. Wir integrieren sie themenspezifisch und werden sie kombinatorisch und kontrastiv zur Sprache – zu selbständiger Textlektüre und zu eigener Schreibarbeit – ins Verhältnis setzen. Der Schwerpunkt unseres Interesses liegt auf der Verknüpfung kognitiver Ordnungsstrukturen und sinnlicher Erfahrungsqualität. Dabei ist das Vorhaben an ein Seminar zum französischen Surrealismus angegliedert, d.h. Studierende wirken in Zweier-Teams aktiv an der Projekt-Gestaltung mit. Mit Mozilla Hubs erstellen wir einen multiperspektivischen und mnemotechnisch wirksamen virtuellen Raum, der frage- und erkenntnisgeleitete Kombinatorik ermöglicht, Wissen vermittelt und mit dem Schreiben kohärenter Texte verbunden ist. Die geplante Raumstruktur dient darüber hinaus als heuristisches Instrument und sensibilisiert für das Wechselspiel von Kategorienbildung und Komplexitätsentfaltung, von Wahrnehmung und Deutung. Der Surrealismus eignet sich für unser Projekt besonders gut: Experimentelle Raumdimensionen und Medienkombinationen, Montage, Collage und Konstruktion sind Techniken, die Anfang des 20. Jh. von den Avantgarden erfunden wurden.