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Fellowship Dr. Stella Nyanzi

10.10.2025

Stella Nyanzi

Ab Sommer 2025 dürfen wir Dr. Stella Nyanzi an unserer Fakultät als Gastwissenschaftlerin der Philipp Schwartz - Initiative für gefährdete Wissenschaftler*innen im Institut für Medienwissenschaft begrüßen.

Stella Nyanzi, 1974 in Jinja, Uganda, geboren, ist Genderforscherin, medizinische Anthropologin, Literaturschaffende, Feministin und politische Aktivistin. Sie promovierte 2008 an der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Auf einer Konferenz knüpfte Sie 2013 erste Kontakte mit Prof. Dr. Henriette Gunkel, die neben ihrer Professur am Institut für Medienwissenschaft der Fakultät für Philologie an der Ruhr-Universität Bochum für Transformationen audiovisueller Medien unter der besonderen Berücksichtigung von Gender und Queer Theory einen besonderen Forschungsschwerpunkt in der Medienbetrachtung des südafrikanischen Raums setzt.

In Uganda ist Dr. Nyanzi mit ihrem expliziten Schwerpunkt innerhalb der Genderforschung für ihren lautstarken Protest für die Einhaltung und Ausweitung der Rechte von Frauen und queeren Menschen bekannt. Sie scheute sich nicht davor, sowohl den Präsidenten und seine Familie als auch den gesamten Rechts- und Regierungsapparat Ugandas auf die Probe zu stellen.  Aufgrund ihrer Proteste wurde sie inhaftiert und erkannte, dass sie ihre Heimat verlassen musste, um ihren Kampf fortzusetzen. Denn nur wenn ihre Stimme Gehör findet, kann sich etwas verändern. Da sie neben ihrer Tätigkeit als Wissenschaftlerin auch als Literaturschaffende aktiv war, wurde sie 2022 für das PEN-Stipendium Deutschland ausgewählt. Das PEN-Stipendium bietet Schriftsteller*innen, die in ihren Heimatländern Verfolgung und Strafe ausgesetzt wären die Gelegenheit, fernab ihrer Heimat weiterzuschreiben und sich zu vernetzen, ohne die Angst weiteren Repressalien ausgesetzt zu sein.

Im Jahr 2022 war Dr. Nyanzi zunächst als Stipendiatin des Writers-in-Exile-Programms des PEN Zentrum Deutschlands in Berlin. Im Jahr 2025 kam sie im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gunkel an das Institut für Medienwissenschaften der Fakultät für Philologie der Ruhr-Universität Bochum. Ihr Ziel ist es, ihre akademische Forschung über LGBTIQA+-Personen in Uganda wieder aufzunehmen, die kürzlich in ihrem Land unter Strafe gestellt wurde. Ein unerwarteter, aber positiver Nebeneffekt der Arbeit mit den Bochumer Studierenden und Wissenschaftler*innen: Dr. Nyanzi entdeckt in ihrem Jahr an der Fakultät für Philologie ihre Leidenschaft für das wissenschaftliche Schreiben wieder und beschließt, an ihre Forschungskarriere anzuknüpfen. Im Juli 2025 erhielt sie ein Fellowship der Philipp Schwartz - Initiative für gefährdete Wissenschaftler*innen, ebenfalls am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

Wir freuen uns sehr, Dr. Stella Nyanzi an unserer Fakultät willkommen zu heißen und gemeinsam mit ihr zu forschen. Mit ihrer beeindruckenden Expertise und ihrem unermüdlichen Einsatz für soziale Gerechtigkeit wird sie unsere Fakultät bereichern. Wir sind gespannt auf ein erfolgreiches und inspirierendes Jahr der Zusammenarbeit!

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Fellowship: Dr Stella Nyanzi

From summer 2025, we will welcome Dr Stella Nyanzi to our faculty as a visiting scholar of the Philipp Schwartz Initiative for Endangered Scholars at the Institute for Media Studies.

Born in Jinja, Uganda, in 1974, Dr Nyanzi is a gender researcher, medical anthropologist, writer, feminist, and political activist. She earned her doctorate from the London School of Hygiene and Tropical Medicine in 2008. At a conference in 2013, she first met Prof. Dr Henriette Gunkel, who, alongside her professorship at the Institute for Media Studies in the Faculty of Philology at Ruhr University Bochum, conducts research on transformations in audiovisual media with a particular focus on gender and queer theory in the South African media landscape.

In Uganda, Dr Nyanzi is widely known for her outspoken advocacy for women’s and queer people’s rights, grounded in her gender research. She did not hesitate to challenge the president, his family, and the broader legal and governmental apparatus. As a result of her protests, she was imprisoned and ultimately forced to leave her homeland in order to continue her activism. She realised that change was only possible if her voice could still be heard. In 2022, in recognition of her parallel work as a writer, she was awarded the PEN Scholarship Germany, which enables persecuted writers to continue their work and build networks abroad without fear of reprisals.

In 2022, Dr Nyanzi was a scholarship holder of the Writers-in-Exile program of PEN Zentrum Deutschland. In 2025, she was hosted at the Institute for Media Studies through a collaboration with Prof. Dr. Gunkel. Her aim is to resume conducting my academic research about LGBTIQA+ people in Uganda, which research was recently criminalised in her country. An unexpected but welcome outcome of her year with students and academics at the Faculty of Philology was that Dr Nyanzi rediscovered her passion for academic writing and resolved to resume her research career. In July 2025, she was awarded a fellowship from the Philipp Schwartz Initiative for Endangered Scholars, also hosted by the Institute for Media Studies at Ruhr University Bochum.

We are delighted to welcome Dr Stella Nyanzi to our faculty. With her expertise and tireless commitment to social justice, she will greatly enrich our community. We look forward to a productive and inspiring year of collaboration.

Stella Nyanzi

Ab Sommer 2025 dürfen wir Dr. Stella Nyanzi an unserer Fakultät als Gastwissenschaftlerin der Philipp Schwartz - Initiative für gefährdete Wissenschaftler*innen im Institut für Medienwissenschaft begrüßen.

Stella Nyanzi, 1974 in Jinja, Uganda, geboren, ist Genderforscherin, medizinische Anthropologin, Literaturschaffende, Feministin und politische Aktivistin. Sie promovierte 2008 an der London School of Hygiene and Tropical Medicine. Auf einer Konferenz knüpfte Sie 2013 erste Kontakte mit Prof. Dr. Henriette Gunkel, die neben ihrer Professur am Institut für Medienwissenschaft der Fakultät für Philologie an der Ruhr-Universität Bochum für Transformationen audiovisueller Medien unter der besonderen Berücksichtigung von Gender und Queer Theory einen besonderen Forschungsschwerpunkt in der Medienbetrachtung des südafrikanischen Raums setzt.

In Uganda ist Dr. Nyanzi mit ihrem expliziten Schwerpunkt innerhalb der Genderforschung für ihren lautstarken Protest für die Einhaltung und Ausweitung der Rechte von Frauen und queeren Menschen bekannt. Sie scheute sich nicht davor, sowohl den Präsidenten und seine Familie als auch den gesamten Rechts- und Regierungsapparat Ugandas auf die Probe zu stellen.  Aufgrund ihrer Proteste wurde sie inhaftiert und erkannte, dass sie ihre Heimat verlassen musste, um ihren Kampf fortzusetzen. Denn nur wenn ihre Stimme Gehör findet, kann sich etwas verändern. Da sie neben ihrer Tätigkeit als Wissenschaftlerin auch als Literaturschaffende aktiv war, wurde sie 2022 für das PEN-Stipendium Deutschland ausgewählt. Das PEN-Stipendium bietet Schriftsteller*innen, die in ihren Heimatländern Verfolgung und Strafe ausgesetzt wären die Gelegenheit, fernab ihrer Heimat weiterzuschreiben und sich zu vernetzen, ohne die Angst weiteren Repressalien ausgesetzt zu sein.

Im Jahr 2022 war Dr. Nyanzi zunächst als Stipendiatin des Writers-in-Exile-Programms des PEN Zentrum Deutschlands in Berlin. Im Jahr 2025 kam sie im Rahmen einer Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Gunkel an das Institut für Medienwissenschaften der Fakultät für Philologie der Ruhr-Universität Bochum. Ihr Ziel ist es, ihre akademische Forschung über LGBTIQA+-Personen in Uganda wieder aufzunehmen, die kürzlich in ihrem Land unter Strafe gestellt wurde. Ein unerwarteter, aber positiver Nebeneffekt der Arbeit mit den Bochumer Studierenden und Wissenschaftler*innen: Dr. Nyanzi entdeckt in ihrem Jahr an der Fakultät für Philologie ihre Leidenschaft für das wissenschaftliche Schreiben wieder und beschließt, an ihre Forschungskarriere anzuknüpfen. Im Juli 2025 erhielt sie ein Fellowship der Philipp Schwartz - Initiative für gefährdete Wissenschaftler*innen, ebenfalls am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum.

Wir freuen uns sehr, Dr. Stella Nyanzi an unserer Fakultät willkommen zu heißen und gemeinsam mit ihr zu forschen. Mit ihrer beeindruckenden Expertise und ihrem unermüdlichen Einsatz für soziale Gerechtigkeit wird sie unsere Fakultät bereichern. Wir sind gespannt auf ein erfolgreiches und inspirierendes Jahr der Zusammenarbeit!

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Fellowship: Dr Stella Nyanzi

From summer 2025, we will welcome Dr Stella Nyanzi to our faculty as a visiting scholar of the Philipp Schwartz Initiative for Endangered Scholars at the Institute for Media Studies.

Born in Jinja, Uganda, in 1974, Dr Nyanzi is a gender researcher, medical anthropologist, writer, feminist, and political activist. She earned her doctorate from the London School of Hygiene and Tropical Medicine in 2008. At a conference in 2013, she first met Prof. Dr Henriette Gunkel, who, alongside her professorship at the Institute for Media Studies in the Faculty of Philology at Ruhr University Bochum, conducts research on transformations in audiovisual media with a particular focus on gender and queer theory in the South African media landscape.

In Uganda, Dr Nyanzi is widely known for her outspoken advocacy for women’s and queer people’s rights, grounded in her gender research. She did not hesitate to challenge the president, his family, and the broader legal and governmental apparatus. As a result of her protests, she was imprisoned and ultimately forced to leave her homeland in order to continue her activism. She realised that change was only possible if her voice could still be heard. In 2022, in recognition of her parallel work as a writer, she was awarded the PEN Scholarship Germany, which enables persecuted writers to continue their work and build networks abroad without fear of reprisals.

In 2022, Dr Nyanzi was a scholarship holder of the Writers-in-Exile program of PEN Zentrum Deutschland. In 2025, she was hosted at the Institute for Media Studies through a collaboration with Prof. Dr. Gunkel. Her aim is to resume conducting my academic research about LGBTIQA+ people in Uganda, which research was recently criminalised in her country. An unexpected but welcome outcome of her year with students and academics at the Faculty of Philology was that Dr Nyanzi rediscovered her passion for academic writing and resolved to resume her research career. In July 2025, she was awarded a fellowship from the Philipp Schwartz Initiative for Endangered Scholars, also hosted by the Institute for Media Studies at Ruhr University Bochum.

We are delighted to welcome Dr Stella Nyanzi to our faculty. With her expertise and tireless commitment to social justice, she will greatly enrich our community. We look forward to a productive and inspiring year of collaboration.