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Lyrikhandschriften – Materialität, Texte, (digitale) Editionen, Datenbanken

Leiter: Daniel Pachurka 

Unterstützer:innen: Jasmin Johal, Quirin Demmler

Ausgehend von den Handschriften, in denen die Lyrik des Mittelalters bewahrt ist, thematisiert das Projekt Fragestellungen, die die Gestalt der Texte (Textkritik, Edition, Fassungen), die Überlieferungsverhältnisse und den wissenschaftlichen Umgang betreffen. Dabei stehen verschiedene Dichter und Gattungen im Fokus. Am Material werden zudem die in der Mediävistik üblichen Methoden eingeübt. Digitale Elemente wie die Nutzung von Datenbanken, Handschriftenabbildungen und digitalen Editionsangeboten spielen eine zentrale Rolle für die Arbeit im Seminar, weswegen die Veranstaltung allein online stattfindet.

In der Veranstaltung sind längere Projektarbeitsphasen in Gruppen geplant (asynchrone Anteile), die über moodle koordiniert und deren Ergebnisse dort präsentiert werden sollen. Die Projektphasen werden durch synchrone Termine bzw. digitale Präsenztermine begleitet. Insbesondere die digitalen Elemente vermögen produktiv einzuwirken und einen fachlich hochwertigen Austausch zu generieren, indem die Digitalisate der Handschriften, Editionsangebote im Internet (z.B. LDM) sowie Informationen aus Datenbanken (z.B. Handschriftencensus) in die Gruppenprojekte und das Seminargespräch unmittelbar eingespeist werden können. Das Ziel der Gruppenarbeiten sind eigene kritische Texte mit Kommentaren und Interpretationen, die zu einem Reader zusammengefasst und im Seminar (ggf. darüber hinaus) verfügbar gemacht werden sollen. 

Im skizzierten Zuschnitt ist es daher möglich, (editions-)philologische Fragestellungen auf einem zeitgemäßen und qualitativ hohen Standard zu bearbeiten sowie die zugehörigen Methoden zu vermitteln. Die Studierenden arbeiten bereits im Seminar unter Forschungsbedingungen: Beispielsweise vergleichen sie gedruckte Ausgaben mit digitalen Editionen, die Handschriften können sofort einbezogen, eigene Datensätze und kritische Texte direkt erstellt und diskutiert werden.Grundlagenwissen wird über digitale Formate (interaktive H5P-Videos) zur Verfügung gestellt und nach dem Inverted-Classroom-Modell von den Studierenden im Vorfeld eigenständig bearbeitet, im Anschluss finden hybride synchrone Treffen statt, in denen über die Inhalte diskutiert wird.